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Debian Woody - Spezialausgabe für den LinuxTag 2003
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Diese CD entstand beim Debian-Projekt mit
freundlicher Unterstützung durch
Lehmanns Online Bookshop,
die credativ GmbH,
die trustsec IT solutions GmbH,
die univention GmbH,
LT-ec service & solutions und
LinuxLand International.
Sie basiert hauptsächlich auf Auszügen aus der am 19. Juli 2002 freigegebenen
Woody-Version der Debian-Distribution für die Intel-Architektur (i386 bzw. IA-32).
Zusätzlich wurde diese angepaßte Version von woody um einige
inoffizielle Backports aus anderen Entwicklungszweigen von
Debian ergänzt. Sie haben während der Installation die
Möglichkeit die inoffiziellen Quellen dieser Pakete zu Ihrer
/etc/apt/sources.list hinzu zu fün. Um diese Quellen nutzen
zu können müssen Sie die "#" Zeichen am Anfang der
gewünschten Quelle entfernen.
Der Großteil der Software unterliegt der GNU GPL oder ähnlichen freien Lizenzen, somit wird selbstverstaendlich auch der Quellcode zur Verfügung gestellt. Aus Speicherplatz- und Umweltschutzgründen wird er nicht auf dieser CD mitgeliefert, kann aber von jedem Debian-Server und deren weltweiten Spiegelinfrastruktur oder von Sven Höxter zu den in der GPL genannten Bedingungen bezogen werden.
Debian GNU/Linux ist eine freie Distribution, gepflegt von Freiwilligen. Support wird nicht gewährleistet. Falls Sie Unterstützung benötigen, können Sie sich an die deutsche Mailing-Liste wenden, oder den professionellen Support unserer Sponsoren oder anderer Support-Unternehmen in den Anspruch nehmen. Es gibt eine Vielzahl von Support-Kanälen.
Hinweis: Die vollständige Woody-Version enthält über 6000 Pakete, diese CD jedoch nur eine kleine Auswahl (knapp 1100) davon. Die Distribution kann aus dem Internet heruntergeladen oder später kostengünstig von einem CD-Distributor wie Lehmanns Online Bookshop oder LinuxLand International bezogen werden.
Mailing-Liste debian-user-german:
Tipp: Erst suchen und lesen, dann Fragen stellen und nicht umgekehrt.
Wichtige Hinweise zur InstallationBitte lesen Sie den folgenden Abschnitt aufmerksam bevor Sie mit der Installation beginnen! Wenn bei der Installation eine Fehlermeldung ausgegeben wird (z.B. keine CD im Laufwerk), kann es passieren, dass auf dem Bildschirm falsche Zeichen ausgegeben werden. Drücken Sie in einem solchen Fall einfach Ctrl-L und der Bildschirm wird wieder normal aufgebaut. |
Debian installiert man einfach, wie jede andere Distribution auch. Die wichtigste Besonderheit von Debian ist die Einhaltung der Linux-Standards, z.B. bei der Struktur des Dateisystems. So sind ALLE relevanten Konfigurationsdateien unterhalb von /etc zu finden, und sollten dort auch verändert werden.
Fast die gesamte Konfiguration während der Installation und ebenso nahe zu die komplette Rekonfiguration wird in Debian mit DebConf durchgeführt. Debconf hat verschiedene Oberflächen: eine nicht-interaktive für automatische Installation, eine (Standard) Dialog-Oberfläche im Textmodus und eine GNOME-Oberfläche.
Bei der Neuinstallation von Debian GNU/Linux (und bei jeder
Neuinstallation eines Paketes das DebConf benutzt) werden Ihnen Fragen
zur Konfiguration gestellt und in einer Datenbank gespeichert. Wenn
Sie die Konfiguration später einmal ändern wollen, so geht dies bequem
mit dem Befehl dpkg-reconfigure
Sollten
Sie eine Konfigurationsdatei einmal händisch geändert haben, wird kein
Debian-Paket je Ihre Änderungen überschreiben.
Neue Pakete werden unter Debian GNU/Linux mit dem Programm dpkg installiert, die bewährte Benutzeroberfläche dafür ist dselect. Eine alternative Oberfläche ist aptitude. Seit der Potato-Version gibt es auch das neue Verwaltungssystem für dpkg: apt. Es handelt sich dabei um ein ausgeklügeltes System, das die Bezugsquellen für Debian-Pakete verwaltet und die System-Upgrades einfacher macht. Mehr darüber erfahren Sie in der Man-Page von apt-get.
Wahrscheinlich ist kein Login-Manager installiert. Installieren Sie eines der Pakete xdm (XFree86), kdm (KDE), gdm (GNOME) oder wdm (WindowMaker) oder starten Sie X mit dem Befehl startx nach dem Login.
Lesen Sie als erstes die Installationsdokumentationen wenn Sie mit Debian GNU/Linux oder Linux allgemein noch nicht vertraut sind.
Sie sollten während der Installation möglichst detaillierte Angaben über Ihre Hardware zur Verfügung haben. Dazu gehören die Parameter der ISA-Karten, Informationen über den verwendeten Chipsatz auf der Grafikkarte, den Typ der Maus, die maximalen Zeilenfrequenz des Monitors, die Reihenfolge der externen Geräte an den seriellen Schnittstellen usw. Die meisten Informationen können Sie in Ihrer Systemsteuerung ablesen.
Als absolutes Minimum benötigen Sie für die Installation ca. 200 MB Festplattenplatz. Für die Installation von Anwendungen wird zusätzliche Festplattenplatz benötigt. Wenn Sie ausreichend Platz zur Verfügung haben, sollten Sie mindestens 500 MB - 1 GB für die Installation von Betriebssystem und Anwendungen einplanen. Dieser Festplattenplatz muss sich in einer oder mehreren Partitionen befinden, deren Inhalt vom Installationsprogramm überschrieben werden darf. Alternativ kann sich der Platz auch im unpartitionierten Bereich einer Festplatte befinden, dieser Platz muss dann während der Installation partitioniert werden.
Sie können das Programm fips.exe im Verzeichnis \tools auf dieser CDROM verwenden, um eine bestehende DOS- oder Windows-Partition zu verkleinern und somit freien Platz für die Installation von Debian zu schaffen.
Weiterhin sollten Sie lauffähige Bootdisketten für Ihr altes Betriebssystem besitzen, um es im Notfall booten zu können oder z.B. um LILO zu entfernen.
Eine bestehende Installation von Windows nach der Installation von
Debian GNU/Linux zu booten, ist gar kein Problem. Dazu muss lediglich
ein passender Eintrag in die Konfigurationsdatei
/etc/lilo.conf vorgenommen werden, der festlegt, wo die
Windows-Installation liegt und wie sie heißen soll.
other=/dev/hda1
label=lose
Wenn dieses Fragment vor die Linux-Einträge geschrieben wird, wird
Windows sogar per default gestartet und nicht mehr Debian. Nach der
Änderung dieser Konfigurationsdatei wird das Programm
lilo einmal aufgerufen. Ab dem nächsten Bootvorgang ist
die Einstellung aktiv.
Grundsätzlich ist es möglich, dass bei der Installation die Windows-Partiton beschädigt wird, insbesondere wenn während der Partitionierung falsche Angaben gemacht werden. Sie sollten daher auf jeden Fall vorher zur Sicherheit ein Backup Ihres Windows-Systems anfertigen. Falls Sie noch keine Erfahrungen mit der Partitionierung der Festplatte besitzen, sollten Sie unbedingt das Kapitel 5 der Installationsanleitung durchlesen.
Falls Sie Ihr altes Betriebssystem nach der Installation als primäres Betriebssystem starten soll, sollten Sie den Boot-Manager Lilo nicht in den Master Boot Record (MBR) installieren, wenn das Installationsprogramm dies vorschlägt, sondern in den Bootblock der Linux-Partition. Sie können GNU/Linux später über das DOS-Programm loadlin.exe starten. Wer es grafisch mag, kann loadlin in das MS-DOS-Bootmenü eintragen oder einen DOS-basierten Boot-Manager wie den aus dem Programm XFDisk benutzen.
Dieser Fehler bedeutet oft, dass die tatsächlichen Reihenfolge der Festplatten beim Booten nicht der in der Software-Umgebung dargestellten Reihenfolge entspricht. Das kann von einem SCSI-BIOS, einem Boot-Manager oder bestimmten BIOS-Einstellungen verursacht werden. Um dies zu beheben, können Sie Ihr installiertes GNU/Linux-System mit der Installations-CD bzw. Diskette starten, mit Angabe von "rescue root=/dev/XYZ" am Bootprompt. Mit "root=" teilen Sie dem Kernel die Bezeichnung der neuen Linux-Partition mit. Danach können Sie ganz normal arbeiten und z.B. die Installation der Software-Pakete fortsetzen. Anschließend bearbeiten Sie die Datei /etc/lilo.conf (z.B. mit mcedit) und tragen z.B. folgende Zeilen am Anfang der Datei ein:
# Beispiel mit SCSI-Bios und SCSI-Festplatte als C:
disk=/dev/sda
bios=0x80
# 0x80 bedeutet C:-Festplatte in DOS. Ändern Sie sda in
# die Bezeichnung Ihrer Festplatte, auf der sich das
# C:-Laufwerk befindet
disk=/dev/hda
bios=0x81
# Wie oben, 0x81 ist unter DOS die zweite Festplatte
Falls Sie eine Bootdiskette mit MS-DOS und fdisk.exe besitzen, starten Sie den Computer mit dieser und führen Sie fdisk /mbr aus. Das wird die Spuren von LILO aus dem MBR entfernen.
Nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss. Der vorinstallierte
Kernel ist modular aufgebaut, benötigte Treiber können zur Laufzeit
geladen werden. Verwenden Sie das Programm modconf, um die
Module auszuwählen. Speicher- und Performance-Gewinn rechtfertigen den
Aufwand einer Neukompilierung kaum, zudem laufen unerfahrene Benutzer
ständig Gefahr, beim Kompilieren wichtige Optionen zu verändern und so
einen unbrauchbaren Kernel zu erstellen. Wird die Neukompilierung
dennoch notwendig, können Sie die Konfiguration des Kernel-Maintainers
übernehmen, in dem Sie die Datei /boot/config-
Unter Linux kann inzwischen ein Großteil der PC-Hardware (i386) verwendet werden. Informationen über die Unterstützung verschiedener Geräte werden im Hardware-HOWTO und in den Hardware-Datenbanken gesammelt:
Es erweist sich oft als sinnvoll, nicht nach den Handelsbezeichnungen zu suchen, sondern nach den Bezeichnungen der zentralen Komponenten, also z.B. der Chips auf den Grafikkarten.
Einige Komponenten werden von Linux noch nicht unterstützt, weil die Mitarbeit mit den Herstellern nicht klappt oder die Funktionsweise der Hardware den Betrieb in einer Multitasking-Umgebung nicht zulässt. Dazu gehören fast alle PCI- und "billige" ISA-Modems (sog. Soft-/Win-Modems), viele GDI-Drucker, die meisten USB- und Parallelport-Scanner. Auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel, es wird immer wieder an "Bastellösungen" gearbeitet.
Das Problem liegt in dem Zusammenspiel von Linux und BIOS. Leider teilen bestimmte BIOS-Versionen nicht die gesamte Speichergrösse mit, sondern nur 64MB. Sie können dem Kernel die richtige Speichergrösse aber manuell mitteilen, in dem am Bootprompt (bzw. in der LOADLIN-Zeile) der mem-Parameter angegeben wird, z.B. "mem=128M".
Das kommt drauf an, in welcher Umgebung Sie verwendet werden. Viele Geräte werden direkt von dem Kernel unterstützt (siehe /usr/src/linux/Documentation), andere von speziellen Bibliotheken oder Server-Programmen (X-Server, Daemonen). Für die Konfiguration von X11 (X Window System) verwendet man dpkg-reconfigure [-p low] xserver-xfree86 (Parameter -p low ist optional und sagt dpkg-reconfigure dass es alle, auch die unwichtigsten Fragen stellen soll. Kernelmodule sollten in eigenen Dateien unterhalb des Verzeichnisses /etc/modutils konfiguriert werden, die Datei /etc/modules.conf kann mit dem Befehl update-modules aktualisiert werden. Verwenden Sie modconf, um weitere Module zu laden.
Man-Pages:
und andere...
Tipp: man -k
Das Problem ist bekannt.
Hintergrund: Für die Steuerung der Maus an der Konsole ist das Paket gpm verantwortlich. Bei bestimmten Maus-Typen können sich mehrere Prozesse (z.B. gpm und der X-Server) die Mausschnittstelle nicht teilen.
Eine Lösung: Weiterleitung der Mausaktionen durch gpm. gpm kann durch Eingabe des Befehls gpmconfig konfiguriert werden. Sie werden dann u.a. nach dem Namen des "Repeat-Protocols" gefragt. Hier sollten Sie "msc" angeben. Bei der Konfiguration von X11 ist dann als Maus-Typ "MouseSystems" und als Geräte-Datei für die Maus /dev/gpmdata anzugeben.
Installieren Sie die Pakete magicfilter und lprng. Danach rufen Sie das Skript magicfilterconfig folgendermassen auf:
magicfilterconfig --force
Dieses Skript führt Sie durch alle notwendigen Konfigurationsschritte.
Unterstützung zur Konfiguration von Druckern, insbesondere mit dem neueren CUPS finden Sie bei LinuxPrinting.
Dann möchten Sie statt lprng oder magicfilter vielleicht das neue Drucksystem CUPS ausprobieren. Dazu installieren Sie die Pakete cupsys, cupsys-bsd, cupsys-client, cupsys-driver-gimpprint und kups.
apt-get install cupsys-client kups cupsys-driver-gimpprint cupsys-bsd
Konfiguration ist mit KUPS schnell gemacht. Falls Sie einen USB-Drucker einrichten, sollten Sie vor der Installation von CUPS die USB-Treiber laden (modconf modul usb-uhci oder usb-ohci, usbdevfs und printer laden).
Wenn Sie ein Modem benutzen, sollten Sie das Paket pppconfig installieren. Durch Eingabe des Befehls pppconfig wird dann ein Programm aufgerufen, welches Sie Ihnen die notwendigen Fragen zu Konfiguration des Zugangs stellt. Sie können die Internetverbindung dann hinterher durch Eingabe des Befehls pon starten und mit poff wieder beenden. Falls Sie eine ISDN-Karte verwenden, sollten Sie das Paket isdnutils installieren und dann den in der Datei /usr/share/doc/isdnutils/HOWTO.isdnutils.gz beschriebenen Schritten folgen. Diese Datei können Sie sich an der Konsole oder in einem Terminalfenster mit dem Programm zless ansehen.
Installieren Sie das Paket pppoeconf und rufen Sie den Befehl pppoeconf auf. Nach Beantworten der Fragen können Sie mit pon und poff die Verbindung starten/beenden.
Die Bedienung von GNU/Linux und Unix allgemein ist in zahlreichen Büchern, im DE-DOS-nach-Linux-HOWTO, auf diversen Web-Seiten u.a. beschrieben. Im Verzeichnis /books/ befindet sich das Debian GNU/Linux-Anwenderhandbuch, as Ihnen weiterhelfen sollte.
Mögliche Anlaufstellen:
Mitgelieferte Paket-Dokumentation und Beispiele in /usr/share/doc/*.
Neulinge sollten sich in der Sektion "doc" der Paketauswahl umsehen
Web-Seiten:
Englisch-Kenntnisse schaden nie, vor allem nicht unter Unix bzw. GNU/Linux. Sollten Sie sich mit Begriffen schwer tun, ist ein Wörterbuch (Paket: ding) zu empfehlen, sowie ein Jargon-Lexikon (Paket: jargon).
Die Frage lässt sich genauso leicht beantworten wie die Frage nach der besten Eissorte. Es existieren Unmengen an kleinen und großen Texteditoren, man sollte einfach mehrere ausprobieren, bis einer den eigenen Vorstellungen entspricht. Viele DOS-Umsteiger finden sich mit fte und jed gut zurecht. Fans von Norton Commander werden vermutlich mit mcedit aus dem Midnight Commander ab besten zurecht kommen. Wordstar-Kenner sollten ruhig joe ausprobieren, und Windows-Umsteiger nedit, gxedit oder xfte. Wer einen effizienten, gut konfigurierbaren Editor erwartet und bereit ist, neue Sachen zu lernen, sollte die Editoren (X)Emacs und (g)vim ausprobieren.
Auf keinem Fall das komplette System neuinstallieren! Das wäre eine Vorgehensweise, die unter GNU/Linux letztendlich zu keinem Erfolg führen wird. Stattdessen loggen Sie sich als root ein, starten dselect und rufen [install] auf. Die Installation wird fortgesetzt.
Bei Problemen wenden Sie sich bitte an die deutsche Anwender-Gemeinschaft unter debian-user-german@lists.debian.org, oder an debian-events-eu@lists.debian.org, wo die Erstellung dieser CD diskutiert wurde. Die Autoren dieser Datei haben sich möglicherweise nicht mit der CD an sich beschäftigt und sollten daher bei Problemen nicht kontaktiert werden.